In Übergangszeiten und bei milden Temperaturen im Winter stellen Mieter beim Heizen oftmals fest, dass die Heizkörper nur lauwarm sind. Dem subjektiven Gefühl der schlecht funktionierenden Heizung folgt oft die Empfindung, dass die Raumtemperatur zu niedrig ist. Einige Mieter vermuten dahinter ein technisches Problem und beauftragen die WBVG mit der Heizungsüberprüfung. Meist stellen die Servicetechniker dann fest, dass alles bestens funktioniert. Weil der Aufwand oft unnötig ist und so nur die Betriebskosten gesteigert werden, wollen wir an dieser Stelle erläutern, warum das so ist.

Dass sich Heizkörper bei milden Temperaturen oft kühl anfühlen, liegt an ihrer Funktionsweise:

Über das Ventil gelangt heißes Wasser in den Heizkörper. Die Wasserzufuhr wird dann gestoppt, wenn die am Thermostat eingestellte Stufe erreicht ist. Soll z. B. bei milden Außentemperaturen die Temperatur nur von 18 auf 21 Grad erhöht werden, gelangt über das Ventil nur eine geringe Wassermenge in den Heizkörper. Die Folge: Die kleine Menge Wasser verteilt sich gleichmäßig auf die verschiedensten Platten des Heizköpers. Nur ein Teil davon gelangt in die Frontfläche. Somit bleibt die Frontfläche relativ kühl. Zur subjektiven Überprüfung der Wärme wird aber oft nur die Frontfläche benutzt. Und darin liegt das Problem.

Wichtig: Verwenden Sie zur Überprüfung Ihrer Raumtemperatur ein Thermometer. Sollten Ihnen trotzdem Zweifel aufkommen, so testen Sie an verschiedensten Bereichen des Heizkörpers die Temperatur.